Eine große französische Studie hat acht gängige Lebensmittel-Konservierungsstoffe identifiziert, die mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Die im European Heart Journal veröffentlichte Untersuchung wertete die Daten von über 112.000 Erwachsenen aus der NutriNet-Santé-Kohortenstudie über durchschnittlich sieben bis acht Jahre aus.

Teilnehmer mit dem höchsten Konsum nicht-antioxidativer Konservierungsstoffe hatten ein um 29 Prozent erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und ein um 16 Prozent erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Antioxidative Konservierungsstoffe waren mit einem um 22 Prozent gesteigerten Hypertonie-Risiko assoziiert.

Das Team um Dr. Mathilde Touvier (INSERM) untersuchte 17 Konservierungsstoffe einzeln. Acht zeigten einen signifikanten Zusammenhang mit Bluthochdruck – darunter Kaliumsorbat (E202), Natriumnitrit (E250), Ascorbinsäure (E300), Zitronensäure (E330) und Rosmarinextrakt (E392). Ascorbinsäure war zudem spezifisch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert.

99,5 Prozent der Teilnehmer hatten innerhalb der ersten zwei Jahre mindestens einen der Konservierungsstoffe konsumiert. Die Forscher betonen den Beobachtungscharakter der Studie – Kausalität ist damit nicht belegt. Mögliche Mechanismen wie oxidativer Stress werden in Folgestudien untersucht.

Die Autoren empfehlen, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen, und rufen die Behörden EFSA und FDA zu einer Neubewertung der Sicherheitsschwellen dieser Zusatzstoffe auf.

Quelle: Hasenböhler A et al. Preservative food additives, hypertension, and cardiovascular diseases: the NutriNet-Santé study. European Heart Journal, 2026. DOI: 10.1093/eurheartj/ehag308